Nicht-muskelinvasiver Blasenkrebs
Oberflächlich wachsende Tumoren werden häufig transurethral entfernt. Abhängig vom Rückfall- und Progressionsrisiko können anschließend lokale Instillationstherapien eingesetzt werden. Dazu gehören Chemotherapeutika und BCG, das lokal eine Immunreaktion in der Harnblase auslöst.
Muskelinvasiver Blasenkrebs
Ist die Muskelschicht betroffen, kommen je nach Situation eine radikale Operation, perioperative systemische Therapien oder bei ausgewählten Betroffenen blasenerhaltende multimodale Konzepte infrage. Nierenfunktion, Allgemeinzustand und weitere Faktoren beeinflussen die Auswahl.
Metastasierte Erkrankung und Immuntherapie
Bei metastasiertem Urothelkarzinom stehen systemische Therapien zur Verfügung. Dazu zählen Chemotherapie, Immun-Checkpoint-Inhibitoren und weitere moderne Wirkstoffklassen. Welche Reihenfolge geeignet ist, hängt von Vorbehandlungen, Zulassungsstatus und individuellen Befunden ab.
Biomarker
PD-L1 kann in bestimmten Behandlungssituationen relevant sein. Bei fortgeschrittener Erkrankung können außerdem molekulare Veränderungen therapeutische Bedeutung haben. Welche Untersuchung sinnvoll ist, sollte tumorspezifisch entschieden werden.
Dendritische Zellverfahren
Dendritische Zellverfahren sind von etablierten lokalen Immuntherapien wie BCG und zugelassenen Checkpoint-Inhibitoren zu unterscheiden. Für Blasenkrebs muss die Evidenz eines solchen Zellverfahrens separat bewertet werden; daraus lässt sich kein allgemeiner Wirksamkeitsnachweis ableiten.
Unterlagen strukturiert einordnen
Für eine individuelle medizinische Befundeinordnung sind insbesondere Pathologie/Histologie, aktuelles Stadium und Bildgebung, bisherige Therapien mit zeitlichem Verlauf, aktuelle Medikation sowie vorhandene molekulare Befunde oder Biomarker hilfreich.
Weitere Informationen
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