Therapie nach Stadium und Tumorsitz
Bei lokal begrenztem Darmkrebs steht häufig die Operation im Mittelpunkt. Je nach Stadium und Lokalisation können Chemotherapie und beim Rektumkarzinom auch Strahlentherapie beziehungsweise kombinierte Konzepte hinzukommen. Bei metastasierter Erkrankung wird die Behandlung individuell geplant.
Welche Biomarker können wichtig sein?
Vor allem bei fortgeschrittenem Darmkrebs können RAS- und BRAF-Status sowie MSI/MMR für die Therapieplanung relevant sein. In bestimmten Situationen können weitere Merkmale wie HER2 oder seltene Genfusionen eine Rolle spielen. CEA wird vor allem als Verlaufsmarker eingesetzt und ersetzt keine Bildgebung.
Immuntherapie bei Darmkrebs
Checkpoint-Inhibitoren können insbesondere bei bestimmten Tumoren mit hoher Mikrosatelliteninstabilität beziehungsweise gestörter Mismatch-Reparatur relevant sein. Für die große Mehrheit der mikrosatellitenstabilen Tumoren gelten andere Behandlungskonzepte.
Zielgerichtete Therapien
Bei geeigneten molekularen Voraussetzungen stehen für bestimmte Patientengruppen zielgerichtete Wirkstoffe zur Verfügung. Welche Option infrage kommt, hängt vom Biomarkerprofil, Tumorsitz, Vorbehandlungen und dem jeweiligen Zulassungsstatus ab.
Dendritische Zellverfahren
Dendritische Zellverfahren sind nicht mit zugelassenen Checkpoint-Inhibitoren oder zielgerichteten Therapien gleichzusetzen. Die Datenlage muss speziell für das kolorektale Karzinom und das jeweilige Verfahren beurteilt werden.
Welche Unterlagen helfen bei einer individuellen Therapieprüfung?
Besonders hilfreich sind Pathologie und Histologie, aktuelles Stadium und Bildgebung, bisherige Therapien mit zeitlichem Verlauf, relevante molekulare Befunde beziehungsweise Biomarker sowie die aktuelle Medikation. Unser Navigator kann diese Angaben zunächst ohne Kontaktdaten strukturieren.
Weitere Informationen
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