Behandlung bei lokal begrenzter Erkrankung
Bei operabler Erkrankung ist die Operation ein zentraler Bestandteil. Je nach Stadium werden häufig medikamentöse Therapien vor und/oder nach dem Eingriff eingesetzt. Die genaue Strategie hängt unter anderem von Tumorlage, Stadium und körperlicher Belastbarkeit ab.
Fortgeschrittener oder metastasierter Magenkrebs
Bei nicht operabler oder metastasierter Erkrankung stehen systemische Therapien im Vordergrund. Chemotherapie kann mit zielgerichteten Wirkstoffen oder Immuntherapie kombiniert werden, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.
HER2, PD-L1, MSI/dMMR und weitere Marker
HER2, PD-L1 und MSI beziehungsweise dMMR können für bestimmte Therapieentscheidungen relevant sein. Bei geeigneten Tumoren können weitere Marker wie CLDN18.2 hinzukommen. Nicht jeder Test ist für jede Erkrankungssituation erforderlich.
Was passiert bei Progression?
Wenn eine Behandlung nicht mehr ausreichend wirkt, werden Vorbehandlungen, aktueller Allgemeinzustand, Tumorbiologie und vorhandene Biomarker erneut betrachtet. Daraus können weitere zugelassene Therapielinien oder eine klinische Studie resultieren.
Dendritische Zellverfahren
Dendritische Zellverfahren gehören nicht zur etablierten Standardbehandlung des Magenkarzinoms. Studien und kommerzielle Angebote müssen deshalb klar von zugelassenen Standardtherapien getrennt und hinsichtlich Evidenz, Risiken und Zielsetzung einzeln bewertet werden.
Unterlagen strukturiert einordnen
Für eine individuelle medizinische Befundeinordnung sind insbesondere Pathologie/Histologie, aktuelles Stadium und Bildgebung, bisherige Therapien mit zeitlichem Verlauf, aktuelle Medikation sowie vorhandene molekulare Befunde oder Biomarker hilfreich.
Weitere Informationen
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